kurz und knapp: Migration nach Ulm

Sie finden hier eine kompakte Übersicht über die größten Migrationsgruppen seit 1945, welche die Ulmer Stadtgeschichte bis heute geprägt haben. Wenn Sie tiefer in die Thematik einsteigen wollen, empfehlen wir Ihnen das Buch von Tobias Ranker mit dem Titel:

Auf dem Weg zur internationalen Stadt. Migration nach Ulm seit 1945. 

 

 

Angehörige der US-Armee
Katarina Klyudt | 27.04.18 | kurz und knapp: Migration nach Ulm

Für Ulm endete der Zweite Weltkrieg am 24. April 1945, als die US-Armee in die zerstörte Stadt einmarschierte und die Verwaltung übernahm. Die Kampftruppen zogen bald weiter und es blieb nur ein kleiner Stab zurück, der als Militärregierung die Geschicke Ulms in den kommenden Jahren lenkte. Erst Ende 1951 trafen wieder große US-Verbände in Ulm […]

Asylbewerber

„Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“, so verfasste der Parlamentarische Rat im Jahr 1949 den Artikel 16 des Grundgesetzes. In den Anfangsjahrzehnten der Bundesrepublik kamen nur wenige Menschen mit dem Ziel des Asyls nach Deutschland. Eine der ersten größeren Gruppen in Ulm bildeten die Südvietnamesen, die vor dem Vietnamkrieg geflohen waren. Bis 1980 stieg die Zahl der […]

Ausländische Arbeitskräfte

Das „Wirtschaftswunder“ bescherte der Bundesrepublik nahezu Vollbeschäftigung, was bei Arbeitgebern Befürchtungen wachsen ließ, ihre freien Arbeitsplätze nicht mehr besetzen zu können bzw. die Löhne zu erhöhen. So kam es, dass deutsche Landwirte vermehrt auf ausländische Arbeitskräfte setzten, die sogenannten „Gastarbeiter“. Auf der Suche nach Arbeit nutzen sie die Anwerbeabkommen ab Mitte der 1950er Jahre, um […]

Aussiedler

Vor 200 Jahren war Ulm ein Ort der Auswanderung. Tausende sogenannte Donauschwaben machten sich von Ulm aus über die Donau auf nach Osteuropa, um sich dort anzusiedeln. Es entstanden eigenständige Dörfer und Städte, in denen sie ihre Kultur und Traditionen leben konnten und durften.     Der Zweite Weltkrieg änderte das. Stalin sah alle deutschstämmigen […]

Bildungsmigration

Migration Hochqualifizierter Viele Menschen migrieren nach Ulm, um sich schulisch, akademisch oder beruflich weiterzubilden. Bei der akademischen Qualifikation stehen natürlich gleich die heutigen großen Institutionen – die Universität Ulm und die Hochschule Ulm – im Raum. Allerdings begannen diese Ausbildungswanderungen schon Anfang der 1950er Jahre mit der Gründung der Hochschule für Gestaltung auf dem Kuhberg, […]

Displaced Persons

Displaced Persons waren während des Zweiten Weltkrieges verschleppte Zwangsarbeiter, die sich nach dem Untergang des Dritten Reiches in Deutschland aufhielten und meist auf eine Ausreisemöglichkeit warteten. Im Oktober 1945 befahl die US-Militärregierung, dass 1 500 polnische DPs in Ulm untergebracht werden müssen. Dafür mussten auch 500 Privatwohnungen in der Sedanstraße geräumt werden, was auf großes Unverständnis innerhalb […]

Jüdische Zuwanderung nach Ulm

Nach dem Zweiten Weltkrieg und den Schrecken des Holocausts migrierten nur sehr wenige Menschen jüdischen Glaubens nach Deutschland. Der 1913 in Ulm geborene und 1935 nach Palästina ausgewanderte Alfred Moos war einer der wenigen Ulmer Juden, die nach dem Dritten Reich in die Stadt zurückkehrten. Mit seiner NS-Vergangenheit begann sich Ulm vergleichsweise früh auseinanderzusetzten: 1961 […]