IndustriearbeiterInnen
Einsteinstraße 89077, Ulm, Deutschland
Zu Beginn suchten vor allem Landwirte nach „Gastarbeitern“ die kurzzeitig bei der Ernte aushalfen und wieder heimkehrten. Bald warb aber die Industrie ausländische Arbeitskräfte an, so zum Beispiel auch die Ulmer Weberei „Steiger & Dreschler“.
Internationale Studierende
Universität Ulm, Helmholtzstraße, Ulm, Deutschland
Die Gründung der Universität Ulm auf dem Eselsberg hat stetig Studierende aus der ganzen Welt angezogen. Sie verfolgt auch aktiv eine Internationalisierungsstrategie und kooperiert heute mit circa 200 Partneruniversitäten in 50 Ländern.
United Nations Relief and Rehabilitation Administration
Fürsteneckerstraße 17, 89077 Ulm, Deutschland
Die zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppten Menschen erhielten eine für die Nachkriegszeit gute Versorgung durch die Hilfsorganisation UNRRA. Deshalb wurden sie mit Schwarzmarktgeschäften in Verbindung gebracht, an denen sich aber auch die Ulmerinnen und Ulmer stark beteiligten.
Kreuzigung auf dem Münsterplatz
Münsterplatz 89073, Ulm, Deutschland
Seit 2004 spielt die italienische Kirchengemeinde Ulm/Neu-Ulm jedes Jahr am Karfreitag den Leidensweg Jesu nach. Nach der Gefangennahme trägt der Schauspieler das Kreuz vom Weinhof bis zum Ulmer Münsterplatz, um gekreuzigt zu werden.

Internationaler Tag der Kunst
Hans-und-Sophie-Scholl-Platz 1, 89073 Ulm
Am Internationalen Tag im Ulmer Museum und der kunsthalle weishaupt besteht die Möglichkeit an mehrsprachigen Führungen teilzunehmen. Guides der einzelnen Communitys wählen Exponate aus und planen selbständig die Rundgänge durch das Museum.
Musik verbindet
Prittwitzstraße 10, 89075 Ulm, Deutschland
Der „Verein zur interkulturellen Begegnung in Musik und Gesang“ will dauerhaft oder zeitweilig nach Ulm zugewanderten Menschen ein Forum bieten. Musik, Gesang, Spiel und Tanz stehen dabei im Mittelpunkt wodurch sprachliche oder kulturelle Barrieren überwunden werden können.

Buntes Treiben
Marktplatz 1, 89073 Ulm, Deutschland
Beim Internationalen Fest wird die Innenstadt Ulms zu einem Treffpunkt, wobei sich Ulmerinnen und Ulmer jeglicher Herkunft begegnen können. Neben der Parade der Kulturen gibt es am Marktplatz ein Bühnenprogramm
sowie zahlreiche Spezialitäten und Informationsstände.
Umgangssprache englisch
Schwabenstraße 25, 89231 Neu-Ulm, Deutschland
Die Internationale Schule Ulm/Neu-Ulm ist eine Bildungseinrichtung, die 2005 von der IHK Ulm sowie regionalen Unternehmen gegründet wurde. Ziel ist es, die Schüler aus 20 Nationen zu „Weltbürgern“ zu erziehen und „interkulturelles Verständnis und vernetztes Denken“ zu vermitteln.
Bildung und Migration
Kornhausplatz 5, 89073 Ulm, Deutschland
Die 1946 u. a. von Inge Scholl gegründete Ulmer Volkshochschule wollte das politisch Erbe der „Weißen Rose“ lebendig halten. Engagement im Bereich Migration zeichnet die vh Ulm aus, die heute auch Integrationskurse für Geflüchtete anbietet.
Ankunft tausender Heimatvertriebener
Schillerstraße 89077, Ulm, Deutschland
An der Schillerrampe südlich des Ulmer Hauptbahnhofs kamen im Mai 1946 die ersten deutschen Vertriebenen an. Von dort wurden sie auf die Übergangslager verteilt, wo sie medizinische Verpflegung und Essen erhielten.
Die ‚Burg‘
Prittwitzstraße 100, 89075 Ulm, Deutschland
Ab 1953 stieg die Zahl von DDR-Flüchtlingen in der Wilhelmsburg auf über 4 000 Personen an. Nachdem die Stadt für sie Wohnungen gebaut hatte, konnte die ‚Burg‘ 1959 geschlossen werden.
Anschlagsserie
Frauenstraße 18, 89073 Ulm, Deutschland
Der ethnische Konflikt zwischen Kurden und Türken erreichte in den 1990er Jahren auch in Ulm einen Höhepunkt. Ziel einer Anschlagserie waren türkische Einrichtungen, wie zum Beispiel die „Töbank“ in der Frauenstraße.
Ort der Begegnung
Grüner Hof 7, 89073 Ulm, Deutschland
Um Asylsuchenden einen Treffpunkt zur Verfügung zu stellen, hat sich das Asyl-Café im Haus der Begegnung etabliert. Neben Kontakten zu Einheimischen und anderen Geflüchteten bieten dort Rechtsanwälte kostenlos ihre Hilfe an.
Ankunft mit dem Zug
Bahnhofplatz 1, 89073 Ulm, Deutschland
Die ersten ausländischen Arbeitskräfte kamen 1955 am Hauptbahnhof an, die vom italienischen Konsul in Empfang genommen wurden. Der Bahnhof entwickelte sich zu einem Treffpunkt der „Gastarbeiter“, bis in den 1970er Jahren mehrere Freizeitzentren eröffneten.
Interkultureller Garten
Schaffnerstraße 17, 89073 Ulm, Deutschland
Menschen aus über einem Dutzend Nationen schwingen auf dem Safranberg gemeinsam die Harke. Voneinander lernen – auch über das Gärtnern hinaus, das hat sich die Gemeinschaft als Ziel gesetzt.
„Für ein friedliches Zusammenleben“
Herrlinger Straße 68, 89081 Ulm, Deutschland
2012 hat sich in Ulm der „Rat der Religionen“ gegründet, in dem Christen, Muslime und Juden eng zusammenarbeiten. Nicht nur bei gemeinsamen Feiern und Erklärungen wirbt er für Respekt, Toleranz und Verständigung zwischen den Religionen.
‚Gastarbeiter‘ hinter Festungsmauern
Örlinger-Tal-Weg 84, 89081 Ulm, Deutschland
Ab 1961 nutzte Ulm den Schwedenturm für städtische ‚Gastarbeiter‘. Anfang den 1970er Jahren geriet der überbelegte Bau dann in die Schlagzeilen aufgrund der hygienischen Zustände – 50 Mann mussten sich fünf Toiletten teilen – und der Dunkelheit, da durch die kleinen Schießscharten kaum Tageslicht drang.
„Club der deutschen Russen“
Buchenlandweg 138/140, 89075 Ulm, Deutschland
Im Kellerraum des Böfinger Übergangswohnheims hatten sich Kinder von russischstämmigen Spätaussiedlern einen Clubraum eingerichtet.Ein Problem der Jugendlichen war oftmals der Widerspruch zwischen
den konservativen Maßstäben der Eltern und dem westlich-freizügigeren Lebensstil.
„Denk an Berlin“
Münsterplatz 47, 89073 Ulm, Deutschland
Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 versiegte der Strom von Flüchtlingen aus der DDR fast vollständig. Um Solidarität zu demonstrieren errichteten die Ulmer vor dem Neuen Bau eine Mauer mit der Aufschrift „Denk an Berlin“.
Jugoslawischer Kindergarten
Alpenstraße 40, 89075 Ulm, Deutschland
Damit die eigenen Kinder nicht die jugoslawische Sprache verlernen, öffnete jeden Samstagvormittag ab 1980 ein Kindergarten seine Türen. Eine jugoslawische Lehrerin unterrichtete dann Drei- bis Sechsjährige, sodass sie die heimatliche Kultur und Mentalität nicht ganz vergessen.
Displaced Persons
Sedanstraße 89077, Ulm, Deutschland
Während des Zweiten Weltkriegs wurden Millionen von Menschen ins Deutsche Reich zur Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie verschleppt. Nach dem Sieg der Alliierten übernahm eine Hilfsorganisation deren Betreuung, und brachte sie in Kasernen und Privatwohnungen in der Sedanstraße unter.
Türkische Lokalzeitung
Lessingstraße 10A, 89231 Neu-Ulm, Deutschland
Um regionale Nachrichten in der Landessprache zu bekommen und Information über Geschehnisse im Herkunftsland zu erhalten, erschien in Ulm 1991 das erste Mal die türkischsprachige „Merhaba“, die heute die größte türkische Lokalzeitung Süddeutschlands ist.
„Gastarbeiterfragen“
Marktplatz 1, 89073 Ulm, Deutschland
Der Vorgänger des heutigen Internationalen Ausschusses tagte das erste Mal am 1970 im großen Sitzungssaal im Rathaus als „beratender Ausschuss des Gemeinderats in Gastarbeiterfragen“ und thematisierte Wohnungsprobleme ausländischer Arbeitskräfte.
Koordinierungsstelle Internationale Stadt
Donaustraße 5, 89073 Ulm, Deutschland
Mit dem Konzept „Ulm: Internationale Stadt“ hat der Gemeinderat 2012 ein Zukunftskonzept beschlossen, das die Internationalität Ulms anerkennt und fördert und sich gegen Ausgrenzung und Intoleranz stellt.
Donauschwäbisches bewahren und präsentieren
Schillerstraße 1, 89077 Ulm, Deutschland
Es erinnert an Krieg sowie die Vertreibung der Donauschwaben und bewahrt deren Kultur: das Donauschwäbische Zentralmuseum. Seit 2000 stellt es deren Geschichte, Leben und Kunst aus und unterhält internationale Partnerschaften besonders nach Osteuropa.
Erster ausländischer Fußballclub
Fischergasse 16, 89073 Ulm, Deutschland
Mit der Sesshaftigkeit ausländischer Arbeitskräfte in Ulm kam der Wunsch nach sportlicher Betätigung auf. Die italienische Community war die erste, die einen Fußballverein anmeldete: den U. S. Bernalda.
Jüdisches Zentrum Ulm
Weinhof 89073, Ulm, Deutschland
Seit zwei Jahrzehnten bilden Jüdinnen und Juden wieder eine feste Größe im Stadtbild. Ulm hat seitdem einen eigenen Rabbiner sowie eine neue Synagoge auf dem Weinhof.
„Starke Mädchen“
Moltkestraße 72, 89077 Ulm, Deutschland
Der 1992 ins Leben gerufene Frauen- und Mädchenladen „Sie‘ste“ sollte einen Treffpunkt für Ulmerinnen jeglicher Herkunft schaffen. Das vielseitige Angebot reicht von medizinischen Vorträgen über kreative Gestaltungskurse bis hin zu Lern- und Sportgruppen.
Internationales Zentrum für Design
Am Hochsträß 8, 89081 Ulm, Deutschland
Ulm zog schon früh internationale Studierende an. Die weltweit angesehene Hochschule für Gestaltung hatte von ihrer Gründung 1953 bis zur Schließung 1968 einen Anteil ausländischer Studierender von insgesamt 43%.
Wohnungsprobleme ausländischer Arbeitskräfte
Olgastraße 136, 89073 Ulm, Deutschland
Herr Buskowoda versuchte „verwahrloste und verwanzte“ Wohnungen in der „Schülinstraße 12“ für viel Geld an Ausländer zu vermieten. Auch ein Bordellbetrieb wurde ihm nachgesagt, was dazu führte, dass er 1965 wegen Mietwucher und Kuppelei verurteilt wurde.
Window to the West
Frauenstraße 4, 89073 Ulm, Deutschland
Das Amerikahaus sollte den Ulmer nach der NS-Zeit helfen, Werte wie Demokratie und Freiheit zu lernen. Daneben sollte es aber auch ein Ort der Begegnung sein, der Sympathien für den american way of life weckt.
Hilfe für Eritrea
Finkenstraße 30, 89073 Ulm, Deutschland
Nach dem 30-jährigen Bürgerkrieg in Eritrea benötigen die Menschen dort Versorgung und Unterstützung. In der Begegnungsstätte sammelte die Community Hilfsgüter, um sie in das zerstörte Land zu schicken.
Berg der Schmerzen
Beim Alten Friz, 89075 Ulm
Tausende in Ulm ankommende Heimatvertriebene und Flüchtlinge erhielten nach dem Zweiten Weltkrieg in der Kienlesbergkaserne erste Versorgung und Unterkunft, allerdings in bedrückender Enge. Bis 1952 durchliefen 250 000 Flüchtlinge das Durchgangslager.
Unterkunft für Flüchtlinge und Heimatvertriebene
Römerstraße 149, 89077 Ulm, Deutschland
1952 bot die Römerstraße erstmals Unterkunft für Heimatvertriebene, denen später Aussiedler und ab Mitte der 1970er Geflüchtete folgten. Aus Vietnam, Ex-Jugoslawien oder heute aus Krisengebieten im Nahen Osten finden Menschen dort Unterkunft sowie auch Integrations- und Sprachkurse.

Erste türkische Satire in Deutschland
Kornhausplatz 1, 89073 Ulm
Am 29. März 1985 feierte das türkische „Konbi-Bonbon“-Kabarett mit ihrem Programm „Vorsicht – frisch integriert“ Premiere. Im Ulmer Kornhaus traten die Satiriker zusammen mit Dieter Hildebrand im Rahmen der Türkei-Woche vor ca. 700 Besuchern auf.
Auswanderer und Aussiedler
Schweinmarkt, 89073 Ulm, Deutschland
1958 stieg Ulm zum ‚Wallfahrtsort‘ der Donauschwaben auf, als das Auswandererdenkmal vor 400 Menschen enthüllt wurde. Es erinnert an die vor 300 Jahren Richtung Osten ausgewanderten, wie auch nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgekehrten Menschen.